Mini-LED
Mini-LED erklärt: LCD mit Hintergrundlicht aus tausenden winzigen LEDs in vielen Dimming-Zonen für hohe Helligkeit und besseren Kontrast.
Mini-LED ist keine eigene Panel-Bauart, sondern eine Hintergrundbeleuchtung für LCD-Panels. Statt weniger großer LEDs nutzt sie tausende winzige LEDs, die in vielen einzeln steuerbaren Zonen angeordnet sind (Full-Array Local Dimming).
Das Display bleibt ein LCD mit IPS- oder VA-Panel davor, gewinnt durch die feine Zonensteuerung aber deutlich an Kontrast und Spitzenhelligkeit.
Durch das zonenweise Abdunkeln kann Mini-LED in dunklen Bildbereichen das Licht stark reduzieren und in hellen Bereichen gleichzeitig hohe Helligkeit liefern. Das ergibt sehr hohe HDR-Spitzenhelligkeit, oft über 1000 Nits, bei gleichzeitig tiefem Schwarz, ohne die Einbrenngefahr von OLED.
Die typische Schwäche ist Blooming, also ein Lichthof um helle Objekte vor dunklem Grund, weil eine Zone immer mehrere Pixel umfasst. Je mehr Dimming-Zonen ein Display hat, desto geringer fällt dieser Effekt aus.
- Vorteile: sehr hohe Helligkeit, guter Kontrast, kein Einbrennen, langlebig
- Nachteile: Blooming an Kontrastkanten, Zonen gröber als einzelne Pixel
Relevant ist Mini-LED für helle Räume, HDR-Inhalte und Nutzer, die OLED-Einbrennen vermeiden wollen, etwa bei statischen Bedienoberflächen oder langer Büronutzung.